In diesem Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Das mögliche Optimum für Luftfahrtgesellschaften über die Krise hinaus gehend – insbesondere in Bezug auf neue Geschäftsfelder?“.

 

Für die meisten betroffenen Luftfahrtgesellschaften, besonders für deren Verantwortliche und Entscheider, wird es unter Berücksichtigung der aktuellen Gesichtspunkte sicherlich schwierig sein, sich die tatsächliche Entwicklung der Luftfahrtbranche über die nächsten Jahre vorstellen zu können.

Die momentane Situation zwingt die meisten Luftfahrtgesellschaften dazu, sich hauptsächlich um die akuten Themen, wie zum Beispiel die schnellstmögliche Wiederaufnahme des Flugverkehrs, zu kümmern. Dies lässt den Unternehmen kaum oder im schlimmsten Falle sogar überhaupt keinen Spielraum, sich mit der Entwicklung eines möglichen Optimums, auf Basis von nachhaltigen Maßnahmen und Innovationen, auseinanderzusetzen.

 

Wir von NEURONprocessing haben uns deshalb mit Hilfe unserer innovativen NEURONprocessor Software basierten Ideation (Ideenentwicklung) daran gemacht, ein mögliches Optimum für die Luftfahrtgesellschaften herauszuarbeiten, welches über die Krise hinaus Bestand haben könnte.

Generell findet bereits während der Krise – und auch noch in den darauffolgenden Jahren -eine globale Marktbereinigung zu Gunsten der renommierten und staatlichen Fluggesellschaften statt.

Darüber hinaus zeichnen sich für innovationsfreudige Fluggesellschaften, bereits jetzt während der Krise, zukunftsträchtige Geschäftsfelder ab. Sie lassen sich mit dem durch die Corona-Krise jetzt sowieso erforderlichen Wandel, wunderbar in die neu zu schaffende Infrastruktur der Fluggesellschaften integrieren. Im Folgenden werden wir auf diese lukrativen Geschäftsfelder näher eingehen. Unter anderem sind dies:

  • Ein neuer Umweltgedanke mit realen, für die Gesellschaft transparenten Ergebnissen
  • Gesundheitsvorsorge und damit verbundene neue Dienstleistungen
  • Public Innovation als Beschleuniger von branchenspezifischen Fragestellungen

 

Marktbereinigung

Den bestehenden Fluggesellschaften, welche die Krise überstanden haben, kann sich jetzt die Möglichkeit bieten, neue bzw. besserer Flugrouten auszuwählen und ihr Streckennetze optimal an die vorhandene Infrastruktur ihrer Heimatflughäfen anzupassen. Dies ist möglich, da bereits einige Mitbewerber den Markt im Rahmen der Krise verlassen mussten. Es kann damit gerechnet werden, dass im Zeitraum nach der Krise weitere Wettbewerber ausfallen bzw. mit gesünderen Fluggesellschaften fusionieren müssen, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.

In diesem Zusammenhang kann es zu einer Reihe fairer Fusionen und Zusammenschlüsse bestehender Fluggesellschaften, zu sogenannten Luftfahrt-Allianzen, kommen. Die bestehenden Allianzen erweitern in diesem Szenario ihr Netzwerk. Aber auch der Austritt mancher großen Player am Markt, zur Gründung neuer Allianzen, ist denkbar. Dies wirkt sich sowohl flottentechnisch – als auch das Streckennetz betreffend – für einen Großteil der beteiligten Gesellschaften positiv aus.

 

Reisefieber

Die Reiselust der potentiellen Urlaubsflieger bleibt voraussichtlich auch weiterhin ungebrochen. Der Rückgang an Geschäftsreisenden und Pendlern nach Abklingen der Krise kann weitestgehend durch den Urlaubsverkehr aufgefangen werden, da es viele Menschen nach Wochen der Quarantäne in die Ferne und besonders an die sonnigen Strände dieser Welt zieht. Voraussetzung hierfür sind, natürlich neben Lockerung der pandemiebedingten Reisebeschränkungen, entsprechend verlockende Angebote der Airlines und Touristikanbieter hinsichtlich Preisgestaltung und der zur Verfügung stehenden Destinationen.

 

Siehe hierzu auch:

`Tourismus & Preise´ in „2. Weitere mögliche Sofortmaßnahmen von Airlines für einen regulären Flugbetrieb aus der Krise heraus“.

 

Günstige Rahmenbedingungen

Die Fluggesellschaften profitieren sehr wahrscheinlich auch nach der Krise von den weiterhin niedrig bleibenden Kerosin-Preise, Steuererleichterungen sowie der ungebrochen starken Nachfrage ihrer Fluggäste.

 

Siehe hierzu auch:

‚Einkauf‘ in 2. Weitere mögliche Sofortmaßnahmen von Airlines für einen regulären Flugbetrieb aus der Krise heraus“.

 

Innovative Boarding-Konzepte

Aufgrund der weltweit gestiegenen Hygienerichtlinien wird das Boarding-Konzept bei den meisten Fluggesellschaften komplett überarbeitet werden. Dies kann, unter Berücksichtigung eines innovativen Ansatzes, zu einem effizienteren, komfortableren und vor allem schnelleren Boarding-Prozess für die Fluggäste führen. Dieser ist zudem aus gesundheitlicher Sicht wesentlich sicherer gestaltet.

 

» Bei der Optimierung eines hocheffizienten Boarding-Konzeptes können wir interessierten Fluggesellschaften jederzeit mit unseren erfolgreichen IDEATION-Prozessen unterstützen.

 

Die Fluggesellschaften repräsentieren bereits heute für ihre Fluggäste generell ein Höchstmaß an Sicherheit. Die Passagiere akzeptieren deshalb auch eventuelle Umstände, die das Einhalten der benötigten hygienischen Vorschriften mit sich bringen kann, da sie weiterhin sicher und gesund an ihr Ziel gelangen möchten.

 

Fast Track

Um die unter „3. Möglicher Zeitraum der kritischen Phase der Pandemie für die Luftfahrtgesellschaften“ dargestellte mögliche Entwicklung hin zum Optimum zu beschleunigen, werden die Luftfahrtgesellschaften nicht darum herum kommen, die hier und in den folgenden Punkten  beschriebenen Ideen auf den Weg zu bringen. Diese können für die Unternehmen als Stellschraube verwendet werden, um ihre gesteckten Ziele möglichst zeitnah zu erreichen.

 

Optimierte Streckennetze

Neue Geschäftsfelder werden im Wesentlichen die verfügbar werdenden Streckennetze der ehemaligen bzw. übernommenen Fluggesellschaften bilden. Dies bringt für die Flugreisenden eine Vielzahl an Verbesserung mit sich. In den meisten Fällen werden die höheren Standards der Mutterkonzerne bezüglich Sicherheit, Komfort, Buchungssysteme und Kulanzoptionen übernommen. Weitere lukrative Geschäftsfelder für die Luftfahrtgesellschaften werden im Folgenden beschrieben.

 

Power by the Hour Leasing

Bei den Luftfahrtgesellschaften zeichnet sich der Trend hin zu Leasingflugzeugen und weg von der eigenen Flotten ab. Dieses Betriebsmodell ermöglicht eine flexiblere Anpassung bezüglich der Flottenauslastung und kann somit wettbewerbsentscheidend sein. Die Airlines bzw. Allianzen könne dabei aus einem, zum Teil gemeinsam genutzten, Flugzeugpool der Leasinggesellschaften auswählen.

Die Anpassung der Leasingflugzeuge an die Corporate Identity der jeweiligen Airline wird zukünftig mit einfachen Mitteln umsetzbar sein. Dabei ist die Umrüstung von einer Fluggesellschaft auf die andere innerhalb von wenigen Stunden möglich. Eine richtungsweisende Idee hierbei ist z.B. auf den weißen Rumpf bzw. die Leitwerke projizierte Logos der jeweiligen Fluggesellschaft. Diese sind durch die verwendete Projektionstechnologie auch bei Tageslicht sichtbar.

Ein weiterer möglicher Vorteil des Leasingbetriebes ist, dass es gemeinsame Sicherheitsstandards gibt, die für viele Fluggesellschaften höher sein können als zuvor. Der erhöhte Sicherheitsstandard ergibt sich u.a. aus dem optimierten Flottenportfolie des jeweiligen Leasinganbieters. Hierdurch können Synergieeffekte, z.B. bei der Wartung, viel besser genutzt werden.

Auch für das fliegende Personal kann diese Möglichkeit im Rahmen von, für die Luftfahrtbranche spezifischen, Personaldienstleistungen in Betracht gezogen werden. Ähnliches gilt für das Bodenpersonal an Flughäfen und in den Wartungsbetrieben.

 

Gesundheitsvorsorge und neue Dienstleistungen

Eine gänzlich neues Geschäftsfeld, welches sich quasi als Antwort auf die aktuelle Pandemie ergibt, ist die Gesundheitsvorsorge bzw. damit verbundene Dienstleistungen. Der Einsatz von medizinischen Komponenten eignet sich insbesondere in Verbindung mit Langstreckenflügen. Das hierbei mögliche Leistungsspektrum und das daraus resultierende Angebot für die Fluggäste scheint enorm. Einmal eingeführt kann dieses kontinuierlich weiterentwickelt und an die aktuellen Anforderungen des Gesundheitsmarktes angepasst werden.

Denkbar ist eine solche Entwicklung durch innovative Fluggesellschaften in Zusammenarbeit mit medizintechnischen Unternehmen, den betroffenen Flugzeugherstellern bzw. Kabineneinrichtungszulieferern und luftfahrttechnischen Forschungseinrichtungen.

 

» Hierbei unterstützen wir von NEURONprocessing diese Unternehmen jederzeit mit unseren hochinnovativen IDEATION-Ansätzen, welche nachweislich zu optimalen Ergebnissen binnen kürzester Zeit beitragen können. Unsere hierfür bereits entwickelten Ideen teilen wir auf Nachfrage gerne mit interessierten Unternehmen.

 

On Board Medizintechnik

Als Basis für die oben genannten Dienstleistungen dienen (Bio-)Sensoren zur Untersuchung der Fluggäste während des Fluges, um darüber ggf. Krankheitsbilder zu erkennen und mögliche Behandlungsempfehlungen zu geben. Die Sensoren sind hierbei in die Flugzeugsitze bzw. die Kabineneinrichtung integriert und können je nach Anforderung variabel konfiguriert werden. Die Sensoren können von den Fluggästen selbst am Körper angelegt werden. Im besten Fall funktionieren sie kontaktlos.

 

Entspannungsprogramme

Eine weitere Idee wären Antistress- und Entspannungsprogramme, die auf den Flügen Angeboten werden können.

 

Neuro- und Biofeedback

Gerade Langstreckenflüge bieten eine optimale Gelegenheit für Fluggäste sich mehr mit den Konzepten der Neuro- und Biofeedbackmethoden vertraut zu machen. Darüber hinaus können sie sich von deren Wirksamkeit direkt, anhand eines oft anstrengenden Langstreckenfluges, überzeugen.

Die Entwicklung solcher luftfahrttauglichen Komponenten kann in Kooperation mit entsprechenden Herstellern erfolgen.

 

Rehabilitierung der Branche

Die Fluggesellschaften und Flugzeughersteller, im speziellen Lufthansa und Airbus, können die oben beschriebenen Gesundheitsmaßnahmen als Beitrag zur „Volksgesundung“ vermarkten – eine Art Entstressung für das Gemeinwohl. Ggf. kann dies das etwas angekratzte Image der Fluggesellschaften, als weltweiter ‚Überbringer‘ des Virus, wiederherstellen.

 

Siehe hierzu auch:

`Überbringer des Virus´ in 1. Die aktuelle Situation der Luftfahrtgesellschaften im Rahmen der Corona-Pandemie

 

Der Umweltgedanke

Die Fluggesellschaften können bereits jetzt während der Krise damit beginnen, neue und besonders nachhaltige Umwelttechnologien auf den Weg zu bringen. Nach Abklingen der Krise sowie in den folgenden Jahren können die Luftfahrtunternehmen mit diesen nachhaltig gestalteten Programmen als Aushängeschild für sich werben.

Ein regelrechtes Erfordernis hierzu wird aus dem, durch die Krise weltweit gestiegenem, Umweltbewusstsein der Bevölkerung erwachsen.

Die Effekte durch das massive Aussetzen des internationalen Flugverkehrs und die damit einhergehenden klimatischen Verbesserung, werden offiziell ausgewertet und dringen in der Folge immer mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung. Dies ist bereits heute der Fall, so dass die Luftfahrtbranche hier so frühzeitig wie möglich mit entsprechenden Technologien auf den Markt kommen und diese auch konsequent einsetzen muss, um eine umweltfreundlichere und klimaneutralere Öffentlichkeitswirkung zu erreichen.

 

Umweltforschung

Hierzu können Fluggesellschaften, welche eine Vorreiterrolle und die damit verbundene Außenwirkung einnehmen wollen, ein entsprechendes Forschungszentrum für Umwelt- und Klimatechnologie, in Kooperation mit bereits bestehenden Einrichtungen, gründen.

Es sollte sich also primär um eine Art Kopforganisationen handeln, die nach bestehenden Lösungen sucht und diese in Kooperation mit Fachleuten und Experten der Partner auf ihre Anwendbarkeit hin überprüft.

Hier gilt es die Erfahrung, die man bereits gemacht hat, um Sicherheitstechnologien aus der Industrie zu adaptieren – z.B. Schutzmaßnahmen bezüglich der Corona Pandemie – und in diesem Kontext auch auf Umwelt-Technologien anzuwenden.

 

Futuristisches Ambiente

Um den Umweltgedanken der Luftfahrtgesellschaften vorwegzunehmen, können diese in Kooperation mit den Luftfahrzeugherstellern modern gestaltetet Flugzeugkabinen mit futuristischem Ambiente und Interieurs entwickeln. Dabei sollten sie so schnell wie möglich erste Maschinen ihrer Flotte bereits damit ausstatten, um eine innovative, zukunftsorientierte Klientel anzusprechen.

Im weiteren Verlauf wird auch das Umfeld – wie zum Beispiel Flughäfen, Gates, Lounges – dahingehend angepasst, um ein vollkommen neuartiges futuristisches Reiseflair mit realen positiven Umwelt-Attributen zu ermöglichen.

Das vorherrschende Design wirkt sauber, aufgeräumt, klar strukturiert und es überwiegt eine Farbgestaltung mit weißen Farbtönen – ähnlich wie man es von den Interieurs in Science-Fiction Filmen kennt.

 

Umwelt-Transparenz-Management-System

Die Luftfahrtgesellschaften sind bestrebt, im Rahmen ihrer Umweltaktivitäten, den herbeigeführten Wandel in Bezug auf ein gesteigertes Umweltbewusstsein kontinuierlich zu visualisieren und die tatsächlich umgesetzten Maßnahmen, sowie deren positiven Auswirkungen einer reineren Umwelt an ihre Kunden zu kommunizieren.

Ein extra hierfür geschaffenes Umwelt-Transparenz-Management-System, zeigt dem umweltbewussten Kunden transparent und verständlich auf, wie weit man bei den Projekten im Umweltbereich bereits fortgeschritten ist. Darüber hinaus kann der Kunde auch in Bezug auf seine Ideen, Wünsche und Vorstellung mit eingebunden werden. Vom Kunden entwickelte Ideen werden ausgewählt und anschließend durch die Luftfahrtgesellschaften umgesetzt. Der Ideenentwickler wird öffentlich benannt und für seinen Beitrag von den Luftfahrtunternehmen und der Entwickler-Community geschätzt. Er erhält für seinen wertvollen Beitrag einen besonderen Status als Fluggast, attraktive Prämien oder eine Gutschrift auf sein Punktekonto im Meilenprogramm der Airline.

 

Siehe hierzu auch:

Unseren nachstehenden Ideenvorschlag ‚Public Innovation‘.

 

Ein Hinweis in eigener Sache:

Wir bieten die Möglichkeit, ein professioneller IDEENentwickler zu werden.

 

Public Innovation

Wir haben bereits in 1. Die aktuelle Situation der Luftfahrtgesellschaften im Rahmen der Corona-Pandemie die Idee einer ´Public Innovation´ – sprich, öffentlicher Innovation – unter dem Punkt „Standardschutzmassnahmen“ vorweggenommen.

Die Luftfahrtgesellschaften stellen ihren Kunden auf einer spezifischen Plattform aktuelle Frage- und Problemstellungen zur Verfügung. Neben den Fragestellungen des jeweiligen Unternehmens kann es sich auch um Themen aus anderen Branchen handeln, deren Lösung die Luftfahrtgesellschaften als Dienstleistung anbieten können.

Die Fluggäste, welche an der Lösung eines gestellten Problems beziehungsweise der Entwicklung eines Konzeptes während des Fluges teilnehmen möchten, können dies in erster Linie über ihre persönlichen Mobilgeräte (Smartphones, Tablets und Laptops) tun. Alternativ werden die Luftfahrtgesellschaften ihren Gästen eigene Geräte zur Verfügung stellen, welche an Board für diesen Zweck vorgehalten werden. Als zusätzlichen Anreiz können die Fluggesellschaften ihre Kunden für ihre Unterstützung unmittelbar mit einem kostenlosen WiFi-Zugang für den Rest des Fluges belohnen.

Gerade Langstreckenflüge bieten hierfür, mit ihrem ausgedehnten Zeitfenster, ein geeignetes Potential. Natürlich können die Fluggäste auch von zu Hause aus weiterhin an ihren Lösungen arbeiten. Im Fokus stehen aber Fragestellungen, welche sich voraussichtlich innerhalb eines Langstreckenfluges vollständig bearbeiten lassen.

Die Attraktivität der Public Innovation während des Fluges wird durch entsprechende Bonussysteme der Airlines erreicht.

 

Siehe hierzu auch:

Unseren vorausgehenden Ideenvorschlag ‚Umwelt-Transparenz-Management-System‘.

 

Ein möglicher Nebeneffekt und Gewinn für die Luftfahrtgesellschaften hierbei sind, dass ein stärkeres „Wir-Gefühl“ zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden entsteht. Es entsteht für den Kunden das Gefühl, dass sich die Airline und der Flugbetrieb immer mehr zu einem persönlichen „Biotop“ entwickelt, welches er selbst mitgestaltet hat und auch weiterhin mitgestalten möchte.

 

Meinungsforschung

Ähnlich wie für die Public Innovation und das Umwelt-Transparenz-Management-Systems kann die hierfür geschaffene Plattform zur Teilnahme an Umfragen in Kooperationen mit Meinungs- und Trendforschern genutzt werden. Die Fluggäste repräsentieren hierbei einen guten Querschnitt durch einen bestimmten Teil der Bevölkerung.

Eventuell könnte die Teilnahme, wie bei den oben bereits genannten Ansätzen, über ein entsprechendes Bonussystem belohnt werden.

 

Fliegen on Demand

Eine neue und besonders günstige Art des Reisens für die Fluggäste bietet das ‚Fliegen on Demand‘. Bei diesem Konzept ergeben sich bestimmte Flüge erst bei einer entsprechenden Auslastung der vorgesehenen Flugzeuge. Die Flüge können den Fluggästen überdurchschnittlich günstig angeboten werden, da die Flieger in diesem Szenario stets voll ausgelastet sind. Dieses Konzept setzt eine gewisse Flexibilität der Fluggäste im Falle einer Flugstornierung bzw. -verschiebung bei Unterbelegung voraus, was durch den günstigen Preis von den Kunden aber durchaus akzeptiert wird.

 

In-Flight Entertainment

Im Gegensatz zu den heute bereits bestehenden Airline spezifischen In-Flight Entertainment Systemen sind auch Kooperationen und Partnerschaften mit den großen Streaming-Anbietern (Netflix, Amazon Prime, Audible, etc.) denkbar. Die entsprechenden Dienste werden den Fluggästen über einen speziellen WLAN Zugang an Board angeboten.

Es handelt sich hierbei um ein System mit lokaler Serverstruktur und einem eingeschränkten, aber dafür aktuellen Angebot. Der Server aktualisiert sich automatisch während der Turnaround-Zeiten an den Flughäfen. Seitens des Streaming-Anbieters sind dafür keine individuellen Nutzerzugänge erforderlich – jeder Fluggast kann gegen Bezahlung aus der vorhandenen Auswahl streamen.

Darüber hinaus können die Fluggäste attraktive Abos onboard während des Fluges abschließen, was einen zusätzlichen Gewinn für die jeweiligen Streaming-Anbieter bedeutet.

Diese Plattform kann von den Airlines auch zu Selbstvermarktungszwecken verwendet werden – speziell für neue, im weiteren Sinne hier beschriebenen, Airline proprietären Leistungen.

 

Bildungs- und Sightseeing Flüge

Interessierte Branchen und Firmen können als Sponsoren für Bildungs- und Sightseeing Flüge für z.B. Schul- und Studienklassen aktiv werden. Bei diesen Flügen werden nur die Fensterplätze belegt, um jedem Teilnehmer eine optimale Sicht nach außen zu garantieren. Die Flüge selbst können über bestimmte sehenswerte Regionen (z.B. die Alpen oder Küstenregionen) führen und mit entsprechenden Audiokommentaren hinterlegt werden.

Die industriellen Sponsoren können ihre Branche während der Flüge mittels Infotainments auf der Audio- und Videoschiene bewerben. Diese Art von Flügen sind auch ohne Sponsoring als generelles Angebot für Gruppen und einzelne mit entsprechender Bezahlung denkbar.

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Was müssen Luftfahrtgesellschaften bereits jetzt auf den Weg bringen, um ein mögliches Optimum der Luftfahrt zu realisieren „.

In diesem Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Wie lange dauert der Zeitraum der kritischen Phase der Pandemie für die Luftfahrtgesellschaften möglicherweise an?“.

 

Die kritische Phase erstreckt sich über einen längeren Zeitraum von bis zu zwei Jahren, da die Branche international aufgestellt ist. Viele Regionen werden erst in einigen Monaten – wenn nicht Jahren – angeflogen werden können.

In Bezug auf Geschäftsreisen hat bereits ein generelles Umdenken eingesetzt. Viele ´traditionelle´ Geschäftsreisen werden künftig nach der Pandemie nicht mehr durchgeführt, da man die Erfahrung gemacht hat, dass in weiten Teilen Video Calls und Online Meetings unnötige Geschäftsreisen ersetzen können – und die Produktivität steigern.

Auch die Auswirkungen aufgrund nicht angetretener Urlaubsreisen werden negativ sein, da sich Urlaub nur schwer nachholen lässt. Und wenn, gäben es die reduzierten Kapazitäten nicht her.

Die Verantwortlichen müssen über die nachstehend beschriebenen Phasen Mechanismen für das Aufspüren und Entwickeln neuer Ideen evaluieren – und resultierende Innovationen und Strategien zielgerichtet adaptieren. Diese ermöglichen die teilweise Kompensation der bisherigen Ausfälle und das Erschließen neuer Geschäftsfelder und Anwendungen. Wir beschreiben detaillierte Ideen hierzu in einem nachfolgenden Beitrag:

`Das mögliche Optimum für Luftfahrtgesellschaften über die Krise hinaus gehend – insbesondere in Bezug auf neue Geschäftsfelder´.

Nach bisherigen Einschätzungen kann die kritische Phase für die Luftfahrtbranche bis Oktober 2020 andauern, um sich dann im Laufe der nachfolgenden ein bis zwei Jahre wieder zu entspannen – wenn auch nicht zwingend bis auf das alte Niveau.

 

Die einzelnen Phasen im Detail – Dynamik

Es hat den Anschein, dass es in der Luftfahrt erst nach der Adaption innovativer Lösungen – auch den von uns beschriebenen – wieder aufwärts gehen kann.

Diese Lösungen zeigen die weiteren Schritte auf, aus denen sich in der Summe eine Perspektive für eine Weiterentwicklung der Luftfahrt im Einklang mit dem veränderten Zeitgeist ergibt.

Zuvor gilt es für Verantwortliche und Entscheider, sich für neue Wege und Lösungen zu öffnen.

Grundsätzlich haben wir es in der Luftfahrt mit der gleichen Zeitdynamik zu tun, wie sie im Taxi– und Bildungsbereich beschrieben haben.

 

Die spezifische Zeit- und Umsatzkurve

 

Zeit-und-Umsatzkurve

Zeit- und Umsatzkurve der weiteren Entwicklung in der Luftfahrt und bei Airlines.

 

 

1. Die bisherige Entwicklung

Diese Phase beschreibt die bisherige Entwicklung in der Krise bis hin zur aktuellen Situation.

 

2. Die aktuelle Situation

Bei diesen Punkt handelt es sich um die aktuelle Situation, wie wir sie im Detail bereits beschrieben haben:

  1. DIE AKTUELLE SITUATION DER LUFTFAHRTGESELLSCHAFTEN IM RAHMEN DER CORONA-PANDEMIE

In dieser Phase herrscht durchaus eine gewisse Ratlosigkeit in Bezug auf eine erforderliche Lösung, wie genau man planbar weiter machen kann. Keine Airline war auf so eine Situation in einem der internen Szenarios vorbereitet – auch wenn man es prinzipiell hätte sein können oder gar sein müssen.

 

2.1 Man ist offen für eine Lösung beziehungsweise jede Art von Ideen, die man umsetzen kann.

Dieses ist der Punkt, an dem neue Lösungen und Innovationen ins Spiel kommen (müssen). Für Verantwortliche bzw. Entscheider gilt es, diese mit in ihre weiteren Planungen und Szenarien einzubinden.

 

3. Beginn der Adaption

Ab diesem Punkt beginnen die Adaption und Integration von ersten Ideen und Lösung, die aus der vorausgehenden Phase resultieren. Die Umsetzung erfolgt in einer regelmäßigen Iteration bzw. Abfolge – auch dauerhaft über alle nachfolgenden Phasen hinweg.

 

3.1. Erste Flüge & Sonderflüge

Ab diesem Punkt sind erste Flüge und Sonderflüge realisierbar, die unter besonderen Bedingungen durchgeführt werden. Diese werden im Einklang mit den gegenwärtig bekannten und möglichen Maßnahmen durchgeführt: größtmöglicher Sitzabstand, regelmäßige Desinfektion, etc.. Hinzu kommen die von uns bereits beschriebenen Sofortmaßnahmen:

  1. WEITERE MÖGLICHE SOFORTMASSNAHMEN VON AIRLINES FÜR EINEN REGULÄREN FLUGBETRIEB AUS DER KRISE HERAUS

Deren Integration bilden auch die Basis für die in Phase 3.5 beschriebenen weiterführenden Lockerung.

Diese Lockerung der pandemiebedingten Reisebeschränkungen greift gegen Mitte Juni / Anfang Juli.

Die ersten regelmäßigen Flüge werden ggf. noch unrund abgewickelt werden, bis alle Beteiligten (Luftfahrtpersonal, Flughafenpersonal, die dazugehörige Infrastruktur, etc.) auf die neuen Beförderungsbedingungen eingestellt sind.

Es kommt in den ersten Monaten noch zu vielen Ausfällen, Verzögerungen und Unannehmlichkeiten für die Passagiere.

 

3.2: Umsetzungsetappen

Im Anschluss folgt die schrittweise Adaption innovativer und notwendiger Lösungen (auch der hier aufgeführten) in verschiedenen Umsetzungsetappen, nachdem im Vorfeld deren Umsetzung validiert und evaluiert wurde.

 

3.3 Klassische Maßnahmen

Parallel werden immer weitere klassische Maßnahmen adaptiert, wie sie bereits anfänglich schon bei den Airlines (s.o.) – und in anderen Industrien und gesellschaftlichen Bereichen umgesetzt werden.

Hierzu sollten Airlines eine permanente Recherche betrieben, die nach geeigneten Lösungen sucht, diese aufgreift und dann auf deren Anwendbarkeit hin prüft. Wurde etwas für realisierbar befunden, dann erfolgt der Prozess der Anpassung und schrittweisen Implementierung. Sukzessiv erfolgt die Ausdehnung auf die gesamte Flotte.

Wir gehen davon aus, dass dieses der frühste mögliche Zeitpunkt ist, an dem Airlines bereit sind, ihre Erkenntnisse auch mit anderen Luftfahrtgesellschaften zu teilen, um verständlicherweise den eigenen Vorteil waren zu können.

 

3.4 Weitere Lösungen

Zu diesem Zeitpunkt könnten weitere innovative Lösungen umsetzungsreif sein, die zwischenzeitlich entwickelt wurden.

Die bis hierhin erarbeiteten Pläne und Konzepte werden nun auch mit einer breiten Öffentlichkeit geteilt – und machen das zukünftige Bild der Luftfahrt verständlich und nachvollziehbar. Basis sind u.a. auch die von uns skizzierten Grundlagen, wie z.B. einem neuen technischen Verständnis, einer neuen Denkweise der Mobilität (> „Futuristisches Ambiente und Reiseflair“ erscheint in Kürze) und einer bürgerlichen Beteiligung – ggf. sogar einer Solidargemeinschaft (> „Public Innovation“ erscheint in Kürze).

In dieser Phase wird die Branche auch beginnen müssen, sich von veralteten Technologien zu verabschieden.

 

3.5 Politische Freigaben

An diesem Punkt werden weitere politische Freigabemechanismen entschieden, deren Umsetzung die Basis für den nachfolgenden, gesteigerten Flugbetrieb sind.

Dieser Schritt setzt die Adaption weiterer, notwendiger Lösungen voraus – so wie auch von uns entwickelt und beschrieben.

Diese Phase könnte im August und September eingeleitet werden – bzw. eintreten.

 

3.6 Weitere Steigerung

Diese Phase definiert eine weitere Steigerung der Flugbewegungen hinzu September und Oktober, die auch darüber hinaus immer weiter andauert.

Erst gegen (Ende) Oktober kann man wieder von einem annähernd regelmäßigen, jedoch bei Weitem noch nicht ’normalen‘ Flugbetrieb sprechen. Besonders nicht von einem weltweiten Flugbetrieb, da sich die Reisebeschränkungen länderspezifisch lockern werden.

Es muss ständig neu geplant, angepasst und nachgebessert werden (Flugpläne, Strecken, Überflugrechte von Lufträumen). Mit einer endgültigen Entspannung der Situation und eine Rückkehr zur ’neuen Normalität‘ ist frühestens im Winter 2021 zu rechnen.

Unklar ist, ob ab diesem Punkt das Erreichen des früheren Marktvolumen wieder eingeleitet wird – beziehungsweise es sich in der Folge bereits um dieses handelt. Gegenwärtig ist fraglich, ob das frühere Marktvolumen jemals wieder in der alten Form erreicht wird.

Auf Basis unserer Einschätzung dauert dieses wenn, dann Jahre – möglicherweise bis zu 5 Jahre. Es dauert jedoch mindestens ein bis zwei Jahre, bis die Luftfahrtbranche überhaupt wieder in diesen Bereich kommen kann.

 

4. Phase

In dieser Phase geht es nicht mehr um die Bewältigung der Pandemie. Hier geht es um die Umsetzung eines möglichen ´Optimums für Luftfahrtgesellschaften”. Erste Neuerungen, technische und strukturelle Änderungen werden im Flugverkehr umgesetzt. Ein neues Zeitalter der Fliegerei wird eingeleitet.

 

5 Phase

Ab dieser Phase fächert sich die klassische Luftfahrt stark auf und eine Vielzahl an neuen Möglichkeiten, Menschen und Waren zu transportieren, werden nach und nach erschlossen. Diese sind variantenreich genau auf die jeweiligen Anwendungen und Ziele hin entwickelt und abgestimmt.

 

Wir beschreiben detaillierte Ideen zu Phase 4 und 5 in einem nachfolgenden Beitrag:

`Das mögliche Optimum für Luftfahrtgesellschaften über die Krise hinaus gehend – insbesondere in Bezug auf neue Geschäftsfelder´.

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Das mögliche Optimum für Luftfahrtgesellschaften über die Krise hinaus gehend – insbesondere in Bezug auf neue Geschäftsfelder“.

In diesem Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Weitere Sofortmaßnahmen die Luftfahrtgesellschaften ergreifen können, um im Rahmen der Krise einen regulären Flugbetrieb wieder zu ermöglichen“.

 

Bisher haben die Luftfahrtgesellschaften und die Luftfahrtbranche Maßnahmen getroffen, wie wir sie aus unserer Wahrnehmung der aktuellen Situation in wesentlichen Teilen beschrieben haben. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Anfang Mai 2020) ist nicht erkennbar, welche kurzfristigen Lockerungen es für die Luftfahrtgesellschaften geben wird – und vor allem wann. Daher stellt sich die Frage, welche – über die bisherigen hinaus gehenden – Sofortmaßnahmen die Luftfahrtgesellschaften ergreifen können, um im Rahmen der Krise einen regulären Flugbetrieb wieder zu ermöglichen. 

 

Hierzu haben wir die folgende Ideen entwickelt, die nachstehend im Detail beschrieben werden:  

  • Gestaltung des Umfeldes eines Flugzeuges – im Wesentlichen den Flughafen und dessen Betrieb. 
  • Modifikationen innerhalb der Kabine. 
  • Neue und erweiterte Technologien. 
  • Änderungen bei Essensausgabe bzw. Verpflegung. 
  • Kooperationen mit der Tourismusbranche und optimierte Preisstrukturen. 
  • Kommunikation mit den Anlegern. 
  • Einkauf und Steuererleichterungen. 

 

Die hierzu von uns entwickelten Ideen zeigen konkrete Möglichkeiten auf, die von innovativen Airlines verfolgt werden könnten. NEURONprocessing ist jederzeit in der Lage, einzelne Ideen weiter zu vertiefen oder / und bis zur Anwendungsreife weiterzuentwickeln. Interessenten aus der Luftfahrtbranche setzten sich einfach mit uns in Verbindung

 

Die Kabine  

Offensichtlich kann ein Teil der Lösung für die wesentliche Sicherheit von Passagieren im Kern nur im Inneren der Kabine liegen. 

 

Fluggäste sind im Prinzip in der Kabine eingeschlossen, was gleichzeitig auch einen Teil der Lösung beinhaltet:  

Im Sinne eines Reinraumes, in den nur jemand hineinkommt, der zuvor getestet und vor dem an Bord gehen desinfiziert wurde / bzw. sich desinfiziert hat. 

Eigene Luft über Sauerstoffmasken einatmen und Absaugen der Atemluft über die Lüftung 

Eine Idee ist, Sauerstoffmasken während des Fluges zu tragen und für eine darauf abgestimmte optimierte Luftzirkulation zu sorgen. Dieses ließe sich eventuell darüber erreichen, die Luftdüsen der Lüftung auf Absaugen zu stellen, wobei die abgesaugte Luft entsorgt oder sicher gereinigt werden muss. Hierfür könnten neue und erweiterte technische Lösungen zum Einsatz kommen, wie sie im nachstehenden Punkt „Neue und erweiterte Technik“  beschrieben werden. 

 

Neue und erweiterte Technik  

Im Zuge der Absicherung der Flugzeugkabine, muss auch über die Installation neuer und die Modifikation bestehender Technik nachgedacht werden. 

Es gibt viele Möglichkeiten der Auf- und Umrüstung bzw. technischen Erweiterung und Umkonfiguration von Systemen. Diese werden im weiteren Verlauf unserer Ideenentwicklung beschrieben. 

Eine Idee ist die Entwicklung und Adaption eines „Live-Detection System“ des Virus (Echtzeit-Erkennung). Auch in Zukunft – über Corona hinaus – wird so ein System von großem Nutzen sein. 

Ein solches System wäre etwas revolutionär Neues, das tatsächlich von großer Hilfe ist – wenn nicht gar die entscheidende Lösung für das Fortbestehen der Luftfahrt, wie wir sie kennen. 

Derzeit evaluiert NEURONprocessing die Realisierbarkeit eines derartigen Systems auf Basis detaillierter Daten aus unserer Ideation. Interessenten aus der Luftfahrtbranche oder interessierte Hersteller bzw. Entwicklungspartner für ein solches System, setzten sich einfach mit uns in Verbindung. 

 

Das Nachdenken 

Die aus unserer Ideenentwicklung hervorgehenden Ideen, sollten in der Luftfahrtbranche einen kreativen Prozess des Nachdenkens über unsere Lösungsansätze auslösen. Und zwar in Verbindung mit einem nachgelagerten Engineering, um herauszufinden wie diese Ideen zu realisieren sind.  

Konkret geht es um die resultierenden Folgehandlungen zur Prüfung, Weiterentwicklung und Adaption, sowohl intern und extern – z.B. mit Forschungseinrichtungen oder in Kooperation mit NEURONprocessing. 

 

Das Essen  

Nahrung an Bord sollte vorerst nur aus Tuben verwendet werden, um so keine Stoffe aufzunehmen, die zuvor in der Luft gewesen sind 

Hierfür eignen sich z.B.: Quetschies, Mahlzeiten aus der Raumfahrt, etc.. Diese Idee könnte neuen Innovationen der Nahrung für die Luftfahrt der Zukunft Raum gegeben. Hierüber könnten Fluggesellschaften den Gedanken und die Notwendigkeit von gesünderem Essen kommunizieren – ggf. zum Anbieter in diesem Bereich werden (Diversifikation). Siehe hierzu auch > Public Innovation (erscheint in Kürze). 

Eine weitere Option wären gut abgepackte Essensrationen, die vorsichtig eingenommen werden. 

 

Die Trennwände  

Eine weitere Idee ist, zusätzliche Trennwände in Flugzeuge einzubauen und diese ggf. durch kontaktlose Automatiktüren „hermetisch“ abzutrennen. 

Diese könnten bereits futuristisch gestaltet werden, wie in der Enterprise (Star Trek) und auch mit dem gleichen Geräusch einhergehend (> Futuristisches Ambiente und Reiseflair / erscheint in Kürze).  

 

Tourismus & Preise 

Die Luftfahrtgesellschaften können in Zusammenarbeit mit der ebenfalls stark betroffenen Tourismusbranche attraktive Pakete für Geschäftsreisende und Urlauber entwickeln, die bereits jetzt gebucht werden können.  

Selbst wenn derzeit noch nicht ersichtlich ist, wann die gebuchten Pakete tatsächlich genutzt werden können, wären diese gleich nach der entsprechenden Lockerung der aktuellen Einschränkungen anwendbar.  

Um die Kunden zur Buchung zu animieren, ist eine kostenlose und zeitlich flexible Stornierung mit Rückerstattung sämtlicher Kosten bzw. die Möglichkeit zur Umbuchung selbstverständlich.  

Hierbei gilt der Gedanke, dass Fluggesellschaften und die Tourismusbranche eng kooperieren, um das Optimum für beide Branchen herauszuholen.   

 

Anleger 

Die Anleger der Branche sollten in die Zukunftsprojekte der Luftfahrtgesellschaften investieren, um auch in den kommenden Jahren noch Gewinne einfahren zu können. Siehe hierzu die Ideen in 4. Optimum (erscheint in Kürze). 

 

Regional 

Die Luftfahrtgesellschaften können verstärkt auch wieder kleinere, regionale Flughäfen anfliegen, um eine größere Ansammlung von Fluggästen auf den großen Hubs (Luftfahrt-Drehkreuzen) zu vermeiden.  

Es werden wieder mehr Punkt zu Punkt (Point to Point) Verbindungen in den Flugplan aufgenommen, um unnötiges Umsteigen zu vermeiden und Wartezeiten zu reduzieren (> Kleinere Jets / erscheint in Kürze).  

Hierfür können auch Militärflughäfen in Betracht gezogen werden, sofern diese einen Mischbetrieb (zivil / militärisch) erlauben. 

 

Einkauf  

Zudem ist es ratsam für die Luftfahrtgesellschaften die aktuelle Situation zu nutzen, um jetzt günstige Kerosin-Preise mit Anbietern bzw. Lieferanten zu vereinbaren.   

Hierdurch können teilweise, die durch die Krise entstandenen finanziellen Verluste, in den Folgemonaten ausgeglichen werden. 

 

Steuererleichterungen  

Generell kommt man um temporäre Steuererleichterungen bzw. Subventionen für die Luftfahrtbranche nicht herum, um deren Fortbestehen zu gewährleisten. 

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Möglicher Zeitraum der kritischen Phase der Pandemie für die Luftfahrtgesellschaften“ – sprich, erste innovativen Ideen, um die aktuelle Situation konstruktiv und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

In diesem Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Wie ist die aktuelle Situation der Luftfahrtgesellschaften im Rahmen der Corona-Pandemie“.

 

Wohl kaum eine andere Branche ist durch die andauernde Corona-Pandemie so sichtbar getroffen worden, wie die der Luftfahrtgesellschaften. Der internationale Flugverkehr kam nahezu von einem auf den anderen Tag zum Erliegen. Die Branche, die bisher über 100.000 Flugbewegungen weltweit pro Tag zu verzeichnen hatte und dabei Urlauber, Geschäftsleute, Pendler und Fracht befördert hat, steht im wahrsten Sinne des Wortes still. Selbst die Auswirkungen vom 11. September und der Weltwirtschaftskrise um 2009 auf den Luftverkehr erscheinen hiergegen vernachlässigbar gering.

Nur noch die nötigsten Flüge werden derzeit getätigt, um z.B. Menschen in ihr Heimatland zurückzubringen und natürlich der Frachtverkehr, der durch die Krise einen neuen Stellenwert erfahren hat. Blickt man in diesen Tagen an den Himmel, sind Kondensstreifen eine Rarität geworden. Doch die Stille trügt. Im Hintergrund arbeiten die kommerziellen Luftfahrtgesellschaften fieberhaft an einem Wiedereinstieg bzw. der Wiederbelebung des Luftverkehrs, um möglichst bald auch wieder Passagiere im Regelbetrieb sicher und gesund an ihr Ziel zu bringen – und die Welt zu verbinden.

 

Stimmungsbild der Branche

Weltweit herrscht bei den Luftfahrtgesellschaften eine bedrückte Stimmung. So etwas hat es in dieser Branche und in diesem Ausmaß bisher noch nicht gegeben. Die Anspannung ist extrem groß, da bei vielen Unternehmen die Existenz auf dem Spiel steht.

Hinzu kommt, dass es der Branche aktuell an Ideen mangelt, die sie aus dem Dilemma der gegenwärtigen Situation befreien. Das Gesamtbild hinterlässt beim Betrachter einen bitteren Nachgeschmack hinsichtlich der aktuellen und zukünftigen Entwicklungsaussichten der sonst vom Wachstum verwöhnten Luftfahrtindustrie.

Nichts desto trotz steht die Luftfahrtbranche – und besonders ihre Mitarbeiter – voll und ganz hinter ihren aktuellen Projekten (hiermit sind im Kern die Luftfahrtgesellschaften selbst und im erweiterten Sinne ihre Unternehmungen gemeint) und wollen sie um jeden Preis am Leben erhalten.

 

Ihre Mitarbeiter

Vielen Mitarbeitern in der Luftfahrtbranche gefällt zu Beginn der aktuelle ‚Zwangsurlaub‘. Dies ist für sie aber kein dauerhaft tragbarerer und zufriedenstellender Zustand.

Innerhalb der Luftfahrtbranche existiert ein hoher Identifikationsgrad der Mitarbeiter mit den jeweiligen Produkten (im Wesentlichen sind hiermit die Flugzeuge gemeint) und den damit verbundenen Dienstleistungen.

Dabei spielt die monetäre Entlohnung der Mitarbeiter dieser Branche in vielen Fällen eine untergeordnete Rolle. Die Hauptmotivatoren sind u.a., in einem hochtechnologischen und -komplexen Umfeld arbeiten zu dürfen (welches für den Normalsterblichen so nicht zugänglich ist), die Airline und ihr jeweiliges Image zu repräsentieren, Flexibilität bei der Einsatzplanung – und nicht zuletzt der Umstand, beim Arbeiten die Welt bereisen zu dürfen.

Darüber hinaus stellen die Zufriedenheit der Kunden sowie deren Sicherheit das höchste Gut der Branche dar.

 

Krise als Chance

Die gegenwärtige Krise und die damit einhergehenden Erfordernisse zwingen die Luftfahrtgesellschaften zur zeitnahen Entwicklung von innovativen Lösungen, welche unter normalen Umständen wahrscheinlich noch Jahre in den Schubladen der Unternehmen vor sich hingeschlummert hätten.

So perplex es auf den ersten Blick in der aktuellen Situation auch klingen mag, ist das Spektrum an neuen Möglichkeiten (Lösungen) sehr weit gefächert und für jeden Wettbewerber am globalen Markt zugänglich, der die Krise als Chance sieht.

 

Reaktionen der Luftfahrtgesellschaften auf die Krise

Nur wenige Unternehmen erlauben es sich in dieser kritischen Zeit, vom ursprünglich geplanten Kurs abzuweichen, welchen sie vor der Krise skizziert haben, und dabei ‚Altbekanntes‘ loszulassen oder sogar den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Diejenigen Unternehmen, die es dennoch tun, werden über die Maßen erfolgreich sein.

Genau jetzt ist eine optimale Zeit für alle Unternehmen zum Aufräumen, Aussortieren und Neustrukturieren des gesamten Portfolios. Dies ist im normalerweise eng getakteten Betriebsablauf in der Form nicht möglich gewesen und bei vielen Fluggesellschaften längst überfällig. Die meisten Fluggesellschaften haben dies verstanden und stellen sich bereits nach ihrem jeweiligen Kenntnisstand optimal auf, um sofort nach der Krise wieder loslegen zu können.

Luftfahrtgesellschaften, die bereits zuvor eine marode bzw. langfristig ungesunde Unternehmensorganisation und -philosophie verfolgten, werden die Krise nicht oder nur schwer geschädigt überstehen. Wer zum Beispiel bisher eher gewinn- als kundenorientiert unterwegs war, dem droht jetzt und besonders nach Abklingen der Krise ein enormer Imageverlust, inklusive den damit verbundenen finanziellen Folgen.

Dies ermöglicht das Entstehen neuer – bezüglich ihrer Effizienz und Kundenorientierung die alten übertreffenden – Luftfahrtgesellschaften mit deutlich besseren und ökologisch nachhaltigeren Konzepten.

 

Überbringer des Virus

Die Luftfahrtgesellschaften stehen Im Rahmen der Krise zunehmend im Interesse der Öffentlichkeit. Viele Fluggäste können es gar nicht erwarten, dass sich der Flugbetrieb schnellstmöglich wieder normalisiert und sie dadurch ihren gewohnten Geschäften nachgehen können. Nicht zu vergessen sind die vielen Menschen, die sich nach der andauernden Quarantäne nach einem erholsamen Urlaub am Strand und in Freiheit sehnen.

Überschattet wird diese Euphorie jedoch dadurch, dass der Flugverkehr aus Sicht der Bevölkerung maßgeblich an der weltweiten Verbreitung des Virus beteiligt war und es auch in Zukunft sein könnte.

Die aktuelle vorherrschende Meinung der Gesundheitsexperten unterstreicht dieses Bild zusätzlich. Dieser Umstand ist bei der Entwicklung von zukünftigen, präventiven Lösungen unbedingt zu berücksichtigen, um das Vertrauen der Fluggäste in die Luftfahrtgesellschaften nicht noch weiter zu beschädigen. Hierzu haben wir im folgenden bereits eigene konkrete Ideen entwickelt.

 

Standardschutzmaßnahmen

Selbstverständlich arbeiten die Fluggesellschaften bereits unter Hochdruck daran, einen schrittweise gesteigerten Flugbetrieb wieder zu ermöglichen. Hierzu gilt es die gegenwärtigen, aus der Medizintechnik bekannten Technologien und Maßnahmen entsprechend zu konfigurieren und in Anwendung zu bringen. Grundsätzlich zählen hierzu:

  • Desinfektion der Flugzeugkabinen und Bodeninfrastruktur
  • Abtrennen der Flugzeugkabinenbereiche sowie der Wartebereiche an den Flughäfen (dies kann im einfachsten Fall mit Mundschutz bei allen Beteiligten realisiert werden)
  • Menschenansammlungen entlang des gesamten Reiseprozesses vermeiden

Die Luftfahrtgesellschaften nehmen hierbei auch die Möglichkeit in Anspruch, ihre Lösungsfindung und -implementierung durch Public Innovation entsprechend zu ergänzen. Dies kann insofern erfolgsversprechend sein, da diese Lösungen zu einer hohen Kundenakzeptanz führen können.

 

Was keiner weiß

Die Luftfahrtunternehmen sind derzeit bemüht, den größtmöglichen Schaden abzuwenden und ringen hinter den Kulissen nach Lösungen. Die Öffentlichkeit bekommt so gut wie nichts von den umfangreichen Maßnahmen mit, die im Hintergrund laufen. Dies ist auch gut so, da sich die Unternehmen nach der Krise in einem neuen Gewand – welches hoffentlich mehr Sein als Schein ist – präsentieren können.

Man ist bestrebt Lösungen zu finden, die im gesellschaftlichen Einklang stehen und sich nicht nachteilig auf andere gesellschaftliche Bereiche auswirken. Mögliche Neuerungen der Airlines können u.a. eine bessere und übersichtlichere Preisstruktur der angebotenen Produkte, ein höheres Sicherheitsgefühl für die Fluggäste und ein branchenweites gestiegenes Umweltbewusstsein enthalten.

 

Renommierte Airlines schützen

Beim Betrachten der aktuellen Nachrichten bezüglich der Luftfahrtgesellschaften zeichnet sich ab, dass es darum geht, besonders die Nationale Carrier durch staatliche Mittel bzw. durch weitere staatliche Beteiligungen zu schützen.

 

Zur Lufthansa

Es würde uns sehr wundern, wenn die Deutsche Lufthansa – unabhängig von der in Aussicht gestellten staatlichen Förderung – noch keine spezielle Task Force eingerichtet hat, um das Unternehmen optimal aus der Krise hinauszuführen. Deren Hauptaufgabe würde darin bestehen, entsprechende Lösungen heraus zu arbeiten und diese auf ihre Anwendbarkeit hin zu überprüfen. Über eine ad-hoc Prototypisierung könnten die Lösungen unmittelbar in Anwendung gebracht und hierdurch die oben genannten Ziele für einen schrittweise gesteigert Flugbetrieb erreichen werden.

Die Aufgabenbereiche sowie die Tragweite so einer Task Force wären innerhalb des Konzerns, u.a. aus  Gründen der Verschwiegenheit, nicht in vollem Umfang bekannt. Dieses wäre legitim, um die strategische Neuausrichtung der Lufthansa zu schützen. Das Unternehmen bekäme somit keinen unnötigen Druck von Außen, insbesondere von staatlicher Seite, bezüglich der Umsetzung und Anwendung ihrer gefundenen Lösungen.

Hierbei befindet sich die Lufthansa in einer gewissen Pattsituation gegenüber der Bundesregierung, welche durch die verhängten Schutzmaßnahmen einerseits für die Misere der Lufthansa mitverantwortlich zeichnet, das Unternehmen andererseits von der finanziellen Unterstützung des Staates abhängig ist. Für die Lufthansa gilt es nun die bestmögliche Balance zwischen finanzieller Absicherung und staatlicher Unabhängigkeit zu finden.

 

Aktuelle Wettbewerbssituation

Die Fluggesellschaften ringen derzeit weltweit nach Lösungen. Dabei unterstützen sie sich in dieser heiklen Phase gegenseitig so gut es geht und stimmt sich auf Makroebene ab.

Ein immer noch vorherrschendes Konkurrenzdenken innerhalb der Branche verhindert momentan aber noch eine detaillierte Abstimmung auf allen Ebenen. Man möchte insgeheim natürlich der Erste sein, der Flüge wieder anbieten kann.

Von außen betrachtet herrscht bei den Luftfahrtgesellschaften eine freundschaftliche Atmosphäre und ein sportlicher Wettbewerb, bei dem möglichst alle als Gewinner hervorgehen.

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Weitere Sofortmaßnahmen die Luftfahrtgesellschaften ergreifen können, um im Rahmen der Krise einen regulären Flugbetrieb wieder zu ermöglichen“ – sprich, erste innovativen Ideen, um die aktuelle Situation konstruktiv und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

Counter Crisis Ideation | Ideen zu Krisenbewältigung von Friseurläden

 

Zusammenfassung

Zu den bereits existierenden Vorgaben und Vorschlägen zur Wiedereröffnung von Friseurläden / Friseursalons haben wir einige ergänzende zu erweiterten Sicherheit Ideen entwickelt. Diese können realisiert werden, um die Sicherheit ggf. zu erhöhen:

 

Hierbei handelt es sich um eineKombination aus:

  • Desinfektionslampe (gelb)
  • Modifizierter Friseurstuhl (braun & orange)
  • Abluft nach oben (blau)
  • Optional: Sauerstoff für den Kunden (türkis)
  • Handschuhe und Desinfektion
  • Keine Wartezeiten durch Terminvergabe (rot)

Konzept

Desinfektionslampen

GELB IN DER SKIZZE

Es gilt nun endlich durch entsprechende Untersuchungen zu klären, ob und wie Desinfektionslampen auf den Virus wirken. Ist die Wirkweise gegeben, dann sollten diese auch in Läden angewendet werden. Dieses würde sodann auch für die Verwendung in Taxis relevant sein, wie in unserer „Ideenentwicklung für die deutsche Taxibranche im Rahmen der aktuellen Corona Krise“ beschrieben.

Bisher lässt sich sagen, dass Desinfektionslampen nicht sehr intensiv wirken sollen. Die WHO erklärt sie gar für unwirksam. Die zur Desinfektion nötige Strahlungsdosis ist wahrscheinlich relativ hoch und ggf. ungesund für den Menschen bei einer direkten Bestrahlung. Der gegenwärtige Erkenntnisstand geht davon aus, dass Desinfektionslampen nur gegen Viren in der Luft helfen. So gibt es z.B. auf rauen Oberflächen schattige Stellen – sprich, der Virus wird hier durch die Strahlung nicht erreicht.

 

VisierModifizierter Friseurstuhl

BRAUN IN DER SKIZZE

Der Friseurstuhl kann optional mit einer Schutzvorrichtung ausgestattet werden – mindestens aber einem Visier.

 

1. Variante: Visier / Windschutzscheibe am Friseurstuhl

Die Idee ist, eine Art Visier bzw. Windschutzscheibe – ähnlich wie bei einem Motorrad oder Kindersitz – das an dem Friseurstuhl befestigt wird.

StangeAls wenn es ein geeignetes Visier o.ä. auch als Standardprodukt in unterschiedlichen Varianten gibt – bzw. auch in der Form als Schutzausrüstung.

Zu Fixierung können Stangen aus dem Baumarkt genutzt werden – ggf. Duschstangen in großen Mengen von einem Hersteller, den man als Friseurverband mit ins Boot holt. Hieran kann auch die optionale Sauerstoffflasche (siehe Sauerstofftherapie) abgebracht werden.

 

Tragegurt2. Variante: Visier am Körper

Wie die 1. Variante – nur am Körper befestigt. Dieses wäre über ein Halte-Korsett wie für Lenkdrachen möglich. Ein klassisches Klappvisiert wird im Friseurbetrieb nicht ausreichen. 

 

Grundsätzlich hierbei gilt: Den Friseurstuhl ganz hoch einstellen und den Kunden immer ganz nach unten fahren.

 

Abluft

BLAU IN DER SKIZZE

Idee einer saugstarken Abluftanlage über den Schneideplätzen, damit die Atemluft nach oben abgesaugt und ggf. gefiltert ausgeleitet werden kann.

 

 

Abluftanlage

 

Das Ziel ist es einen Unterdruck oberhalb des Arbeitsplatzes aufzubauen – ggf. auch mit anderen (Klima)Techniken.

Entscheidend ist, dass die Abluft nach oben geleitet wird. Dieses könnte auch über ein Standardgerät realisierbar sein, das zentral im Laden an der richtigen Stelle positioniert wird.

 

Konzept Abluftanlage

 

Die kleine Sauerstofftherapie

SauerstoffflascheTÜRKIS IN DER SKIZZE

Auch beim Kunden kann angesetzt werden, der recht problemlos in einer eigenen Biosphäre sein kann.

 

Optional: Sauerstoff für den Kunden

Medizinischer Sauerstoff aus der Dose und der Sauerstoffflasche bringt zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich.

Die Sauerstoffflaschen werden einfach an dem oder den Friseurstühlen befestigt. Der Kunde kauft für unter 10 Euro eine Atemmaske mit Schlauch für medizinischen Sauerstoff und der Friseur verbindet diese mit der Flasche. Der Sauerstoff wird entweder vom Friseur mitberechnet – der geht aufs Haus.

 

Atemmaske

99,95% medizinischen Sauerstoff und unterstützt den Körper z.B. bei:

  • Verzögerung des Zellalterungsprozesses
  • Leistungserhöhung
  • Kopf- und Nackenverspannungen
  • Steigerung der Konzentration
  • Parodontitis Prophylaxe
  • Stärkung des Immunsystems
  • Neue Kraft und Energie bei Müdigkeit
  • Unterstützung bei Atembeschwerden
  • Verbesserung der Psyche
  • Und viele weitere Effekte

Sauerstofftherapie

 

Desinfektion & Standards

Natürlich gilt es Handschuhe zu tragen und Desinfektionsmittel einzusetzen, um die Arbeitsutensilien nach jedem Kunden zu reinigen.

 

Für Kunden die auf Nummer Sicher gehen wollen:

Der Kunde kauft 1 x seine persönlichen Haarschneideutensilien wie Kamm, Schere und Langhaarschneider bringt den jeweils mit und kann sich sicher sein, dass alles sauber ist.

Ansonsten sollten alle Auflagen und sonstige Hygienestandards eingehalten und angewendet werden.

In diesem Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Wie lange der möglicher Zeitraum der kritischen Phase der Pandemie für Schulen und Bildungseinrichtungen in Deutschland noch andauert“.

 

Eine langanhaltende Phase

Bei dem Zeitraum insgesamt handelt es sich um eine eher langanhaltende Phase, auf die man sich im Rahmen der Möglichkeiten eingestellt hat. Die Auswirkungen werden jedoch von längerer Dauer sein, da wir als Gesellschaft erst die anfängliche Phase hinter uns gebracht haben und wir nicht so schnell wieder zur vollständigen Normalität zurückkehren. Auch wenn ein absolut reduzierter Schulbetrieb bereits begonnen hat (Stand Mitte / Ende April 2020).

Im Kern könnte sich insgesamt um einen Zeitraum von 3 – 4 schwierigen Monaten handeln. Daher ist die Umsetzung der hier skizzierten neuen Ideen so schnell als möglich erforderlich.

Im Laufe der Zeit stellen sich alle Beteiligten so gut es geht auf die Situation ein. Daher ist es für den Schul- und Bildungsbereich wichtig, die erforderlichen Routinen im Rahmen des digitalen Lernens zu etablieren und auf Dauer weiterzuentwickeln – wie hier aufgezeigt.

Eine erste Besserung tritt ein, wenn der Großteil aller gegenwärtigen Einschränkungen aufgehoben ist.

 

Höhepunkt erst im Mai

Die Auswirkungen könnten sich noch bis zum Ende des Jahres zeigen, wobei der Gipfel bis Ende Mai überschritten sein könnte: Die Epidemie erreicht ggf. sogar im Mai erst ihren Höhepunkt und flacht dann erst relativ schnell wieder ab.

 

Besserung ab Ende Juni

Ab Ende Juni würde dann eine deutliche Besserung der allgemeinen Situation eintreten (bzgl. der Pandemie). Die intensiveren Auswirkungen könnten noch bis in den Sommer – August / September – spürbar sein.

In anderen Worten, es könnte länger dauern als geplant, da der Höhepunkt noch nicht überschritten wurde. Möglicherweise bleiben die Schulen noch bis nach den Sommerferien für den Regelbetrieb geschlossen.

 

Ausklingen

Danach flacht die Kurve langsam ab und der Regelbetrieb kommt verstärkt zurück. In Kombination mit dem parallel erforderlichen digitalen Lernen kann durchaus Zeitraum von insgesamt 8 – 9 Monaten erreicht werden, mit weiteren Chancen für das digitale Lernen durch die neuen Ideen, Innovationen und Möglichkeiten.

 

Wellenförmiger Verlauf

Wir haben es ggf. mit einem wellenförmigen Verlauf zu tun. Die Auswirkungen können über unsere beschriebenen Maßnahmen deutlich reduziert werden. Möglicherweise haben wir im Herbst noch einmal eine neue Welle von Infektionen.

 

Schulbesuch in Ausnahmefällen

In Fällen von existenzieller Bedrohung, sollte es für Eltern möglich sein, ihre Kinder mit einer Einverständniserklärung, ab Ende April / Anfang Mail wieder in die Schulen zu geben. Voraussetzung sollte sein, dass die Kinder nicht zur Risikogruppe gehören und auch nicht Familienangehörige aus Risikogruppen in ihrem direkten Umfeld haben.

Ein weiterer Grund sollte das Abwenden von psychischen Schäden von Kindern sein, wenn dieser droht zu groß zu werden. Der Schaden entsteht in den meisten Fällen wahrscheinlich durch eine gefühlte Kontaktarmut, multipliziert mit einem gestörten Nähe-Distanzverhältnis zwischen Kind und Eltern.

 

Normalität?

Der Zeitpunkt bis Normalität herrscht, wird in vielen Fällen einige Wochen über das etappenweise Wiedereröffnen der Schulen hinausgehen. Dieses ist je Schule individuell ausgeprägt, was daran liegt, dass Schulen bzw. Lehrer ihre Schüler unterschiedlich mit Inhalten versorgen. Digitale Aufgabenblätter können beispielsweise zeitnah kontrolliert, besprochen und verbessert werden. An Schulen, wo die Versorgung analog oder über das blosse Versenden von nicht editierbaren (gescannten) PDFs erfolgt, ist eine Leistungskontrolle nachgelagert.

Sofern Ergebnisse nicht laufend eingeschickt werden können, wird eine Kontrolle sogar erst möglich sein, wenn die Schulen wiedereröffnen. Diese Lehrer werden somit lange beschäftigt sein, sich mit alten Themen zu befassen – sofern sie dieses überhaupt tun. Leider haben diese Themen zu dem Zeitpunkt keinen wirklichen Wert mehr, da die Themen bereits vor mehreren Wochen bearbeitet wurden. Dieses Problem gilt insbesodere für Grundschulen.

 

Die Epidemie ist möglicherweise der Anstoß zu einer kompletten Erneuerung des bestehende (weltweiten) Schulsystems

Der Auslöser hierfür ist wahrscheinlich, dass Eltern sich in dieser Zeit verstärkt mit den Lehrinhalten ihrer Kinder auseinandersetzen. Darüber hinaus steigen die Ansprüche der Eltern mit dem Andauern der Krise. Gleiches gilt für das Verständnis der Eltern, was ihre Kinder in den Schulen lernen – oder auch nicht.

Als mögliches Szenario wird das bisherige Schulsystem auf lange Sicht nur noch übergangsweise eine Berechtigung haben, hauptsächlich um die Schüler zu betreuen. Die Entwicklung geht hin zu einem freien, dynamischen und digital flankierten Lernsystem.

Diese Erneuerung des Schulsystems ist ein längerer Prozess, der sich mindestens über die nächsten 5 Jahre ziehen wird.

Eine kritische Phase gibt es nach Abklingen der Epedemie wahrscheinlich nicht, da sich das Schulsystem im Prinzip dabei ist neu zu erfinden – bzw. den digitalen Raum und freies Lernen durch jetzt gemachte Erfahrungen zu erobern.

Der Übergang vom klassischen zum neuen Schulsystem wird wohl in mehreren Wellen erfolgen, um die Schüler und Einrichtungen nicht zu überfordern.

 

Universitäten

Universitäten werden sich in Zukunft verstärkt auf praktische Anwendungen, Versuche und Forschung konzentrieren. Die Vermittlung der bisherigen Inhalte (Vorlesungen) erfolgt in Zukunft verstärkt über geeignete Lehrplattformen.

 

Bildungseinrichtungen

In Bildungseinrichtungen muss von Fall zu Fall entschieden werden, wie und wann diese den Betrieb wieder aufnehmen, da einige Bildungsträger mit Risikogruppen konfrontiert werden und manche selten bis gar nicht.

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Welche Rolle bzw. Funktion können Lern- und Publikationsplattformen im Kontext dieses Projektes einnehmen“.

In diesem Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Welche Aufgaben können deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen in der Krise außerhalb ihrer Kerntätigkeit übernehmen“.

 

Medienkompetenz erhöhen

Lehrer und Betreuer sollten, wo auch immer sich verfügbare Zeiteinheiten bieten, ein starkes Augenmerk auf den Ausbau von Medienkompetenz legen – für sich selbst und für die Schüler, um diesen auch auf Augenhöhe begegnen zu können.

 

Digitales Lernen forcieren

Darüber hinaus sollte unbedingt die Ausarbeitung bzw. Weiterentwicklung eines Konzeptes für das digitale Lernen forciert werden – eine mögliche Blaupause hierfür haben wir in unserem 3. Teil aufgezeigt. Gerade Lehrer sollten bei der Entwicklung einer Lernplattform einen wesentlichen Beitrag leisten, da sie tagtäglich „an der Front“ sind. In der jetzigen Phase können sie „live“ dabei unterstützen, ein solches Konzept zu entwickeln und umzusetzen.

 

Kommunikationswege festlegen

Eine Abstimmung mit den Eltern sollte auch in der jetzigen, noch weiter andauernden Phase, vorgenommen werden. Ziel ist herauszufinden, wie man im Team (Lehrer und Eltern) mit den Kindern am besten arbeiten kann:

  • Welche Unterstützung wollen Eltern beim Lernen zu Hause konkret.
  • Material zur Verfügung stellen und auf welchem Wege.
  • Eventuell „sichere“ Hausbesuche machen, wenn Eltern nicht klarkommen.
  • Videokonferenzen für die bestehenden Klassenverbände anbieten, damit Kinder sich weiterhin sozial austauschen können.

 

Gemeinsame Teams mit den Schulbehörden

Auch sollte eine engere Verzahnung zwischen den Schulbehörden und den Schulen und Lehrern erfolgen, um mehr Praxisnähe und einen besseren Austausch zu ermöglichen. Hier brauchen einfach nur kooperierende Teams zu konkreten Aufgaben gebildet werden, was technisch kein Problem darstellt – z.B. über Microsoft Teams oder ähnliche Lösungen. Nach der Krise sollte durch diese Teams eine Verbesserung des Schulsystems und Optimieren der Abläufe angestrebt werden.

 

Kooperation

Schulen können / sollten miteinander kooperieren, um gemeinsame Inhalte (Content-Pools) aufzubauen, damit nicht jede Schule die erforderlichen Inhalte selber erstellen, digitalisieren und einbinden muss. In diesem Zusammenhang sei auch an die möglichen direkten Kooperationen mit Anbietern von Schulbuchverlagen und Content-Plattform (Inhalte) erinnert, damit man bereits jetzt im Ansatz – und später verstärkt – Inhalte direkt über diese Partner einspeisen kann. Hierbei gilt es, die erforderlichen Lizenzen (ggf. Rechte und Gebühren) zu regeln. Darüber hinaus sollten sich Lehrer gleicher Fachrichtungen auf Online-Konferenzen inhaltlich abstimmen – ggf. auch dauerhafte Arbeitsgruppen (Teams) bilden.

Siehe auch:
3. Teil – Optimale Werkzeuge, Konzepte und Strukturen, welche die Schulen und Bildungseinrichtungen in Deutschland aufbauen können, die auch über die Krise hinaus zukunftsträchtig sind | Punkt 3 – Inhalte-Ebene: Lehrmaterialien“.

 

Schüler: Seniorentelefonpartnerschaften

Schüler der 6. bis 8. Klassen könnten Seniorentelefonpartnerschaft übernehmen. An 2 – 3 Tagen die Woche könnten dann gemeinsame (Video)Telefonate erfolgen, um für beide Seiten Nähe zu erzeugen. Dieses würde den Stressfaktor bezüglich der Isolation senken, der sich negativ auf das Immunsystem auswirkt.

 

Schulkantinen und Caterer: Heimlieferung

Schulkantinen und Caterer könnten Heimlieferung anbieten, um Familien bzw. Eltern zu entlasten. Dieses würde helfen, Arbeitsplätze zu erhalten.

 

Datenverwaltung

Die verbleibende unterrichtsreduzierte Zeit könnte zum „Aufräumen“ und Neuorganisieren der technischen Infrastruktur genutzt werden.

 

Im Notfall: Räumlichkeiten

Schulen können im Notfall Räumlichkeiten zur Verfügung stellen – insbesondere Turnhallen. Diese könnten für mobile Krankenhäuser genutzt werden.

 

Bildungseinrichtungen

Bildungseinrichtungen können sich als Weiterbildungseinrichtungen in dieser Zeit etablieren und sollten diese Chance nutzen. Die neue Zielgruppe hierbei sind Eltern, um diese in der Unterrichtung von Kindern zu unterstützen bzw. diese zu flankieren – und zwar ähnlich dem „Nachhilfe-Prinzip“, was auch zu einem qualitativ besseren Markt für Nachhilfe führen würde.

Zur Umsetzung dieser Idee ließen sich die existierenden Online-Infrastrukturen innovativer Bildungseinrichtungen nutzen. Bildungsträger ohne eine solche Struktur können Lernthemen nach unserer Blaupause einer optimalen Lernplattform (siehe 3. Teil) aufbauen – anfänglich noch mit den erwähnten rudimentären Tools und später mit einer ausgereiften Online-Infrastruktur (LMS).

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Wie lange der möglicher Zeitraum der kritischen Phase der Pandemie für deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen in Deutschland noch andauert“.

In diesem Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Optimale Werkzeuge, Konzepte und Strukturen, welche die Schulen und Bildungseinrichtungen in Deutschland aufbauen können, die auch über die Krise hinaus zukunftsgerichtet sind“.

 

In unserem vorausgehenden Teil „Welche Maßnahmen können deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen ergreifen, um kurzfristig den Bildungsbetrieb aufrechtzuerhalten“ haben wir hervorgehoben, wie wichtig es jetzt ist, die bisher existierenden Lösungen und Lernportale weiterzuentwickeln. Hierfür haben wir auf unseren Lösungsansatz als „Blaupause“ verwiesen, die Orientierung in der Weiterentwicklung gibt und sich auf jedwede technologische Plattform anwenden lässt. Entscheidend ist, zeitnah alle vier enthaltenen Kernelemente lösungs- bzw. plattformspezifisch umzusetzen, ständig auszubauen und immer weiter zu entwickeln. Das Ergebnis dieses Prozesses ist idealerweise eine optimale Lernplattform. Legen wir los!

Die hier beschriebenen sehr einfachen Analogien können in bestehenden Systemen adaptiert werden oder in vollkommen neue und hierauf von vornherein abgestimmte, Systeme / Plattformen überführt werden. Im Zentrum steht die Schaffung von virtuellen und geistigen Räumen, die von dem Lernenden erschlossen werden. In diesen Räumen geht es darum, durch Interaktion einen beständigen Erkenntnisgewinn zu erlangen – sprich, handlungsorientiertes Lernen. Diese „Erkenntnisreise“ wird in jedem virtuellen Raum dokumentiert, so dass dem Lernenden angezeigt wird, welche Bereiche er sich bereits erschlossen hat. Ideal ist die Anzeige einer Art von grafischem „Puzzle“, das sich im Laufe der Zeit quantitativ vervollständigt und auch die qualitative Verständnisebene des Lernenden anzeigt.

WICHTIG:
Die in unserem 2. Teil „Welche Maßnahmen können deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen ergreifen, um kurzfristig den Bildungsbetrieb aufrechtzuerhalten“ aufgezeigten Elemente werden ebenfalls in diesen Räumen an den entsprechenden Stellen implementiert.

 

 

1. Oberste Ebene: Lernräume

Auf der obersten Ebene erschließen sich Schüler die bereits erwähnten „Lernräume“. Diese Räume haben die Funktion, dem Lernenden Transparenz zu bieten und Zusammenhänge aufzuzeigen. Derartige Räume können kurzfristig in bestehenden oder zu schaffenden Systemen / Plattformen eingerichtet und genutzt werden. Langfristig sollten diese Räume mit etablierten Gaming-Analogien (Gamification) ausgestattet werden.
Das Anreizsystem von Adventure Games (https://de.wikipedia.org/wiki/Adventure) hat sich langjährig entwickelt und bewiesen und wird einfach auf den Lernbereich übertragen. Um Missverständnisse zu vermeiden: es geht darum, Analogien und Anreizsysteme aus dem Gaming zu übernehmen – und nicht darum, Lernportale als reine Lernspiele zu entwickeln.

Es ist gut und wichtig, hier von Räumen zu sprechen, die sich der Lernende erschließen soll. Nach dem Motto „gehe hinein und entdecke, was dort alles enthalten ist“. Somit kann der Lernende seinen Interessen und Neigungen nachgehen. Durch die parallel immer weitere „Vervollständigung der Raumerkundung“ wächst die Motivation, sich einen Raum auch ganz und vor allem gut zu erschließen. Wobei gut heißt: maximaler Lerneffekt. Hierbei entsteht bzw. wächst auch das Verlangen, sich wirklich gut in einem Raum auszukennen. Das bringt in der Folge einen geringeren Lernverlust mit sich, durch Motivation, Neugier, Anreiz und idealerweise auch Spaß. Auch hier nutzen wir wieder die Analogie eines Adventure Games Prinzips: man muss sich aufmerksam durch alle Szenen (Räume) hindurchbewegen und muss alles Wichtige „einsammeln“, um das Abenteuer (möglichst gut = gute Note) zu bestehen. Ebenfalls als Gaming-Analogie gibt es auch auf unserer idealen Lernplattform Prüfungen und Wettbewerbe, die man als Lernender bestehen muss, um weiterzukommen oder ein hohen „Score“ (= gute Note) zu bekommen.

Diese Art von Lernen folgt einem ständigen Auf und Ab: etwas Neues wird ergründet, findet Eingang, wird tiefergehender erschlossen, verfestigt sich und wird abschließend verifiziert. Die erschlossenen und abgearbeiteten Inhalte und Aufgaben werden parallel im System / Plattform dokumentiert, um den Lernfortschritt – analog zum Spielerfolg – abzubilden.

Praktische Umsetzung
Diese Raum-Analogie kann jetzt sofort via DropBox, Box.net, Google Drive, OneDrive, OneNote, Evernote, o.ä. umgesetzt werden. Ein Lernportal (LMS) ist nicht die Voraussetzung – wird aber im weiteren Verlauf notwendig sein, um zukunftsfähig zu werden. Wichtig am Anfang ist, ein paralleles Dokumentieren (loggen) der Erkenntnisreise (s.o.), um dem Lernenden und dem Lehrer / Dozenten den Lernfortschritt plakativ aufzuzeigen. Hierbei kann anfänglich mit Checklisten via Dropbox Paper, Google Forms, Microsoft Forms oder ähnlichen Anwendungen gearbeitet werden, indem der Lernende einfach Erledigtes abhakt und somit Transparenz für sich und den Lehrer / Dozenten erzeugt.

In der späteren finalen Lösung sollte das Feedback automatisch und über die Vervollständigung einer visuellen Darstellung erfolgen. Vom Prinzip her wie in unserer obigen Puzzle-Analogie, in Verbindung mit Punkten – bzw. einem sogenannten „Scoring“ bzw. „Ranking“. Hierbei können Schüler ggf. sehen, wie weit „Mitschüler“ im direkten Vergleich in den einzelnen Räumen unterwegs sind. Zumindest sollte der Vergleich in einer Übersicht möglich sein, um zu sehen, wie weit andere „Mitschüler“ sind. Die Idee hierbei ist Kooperation und nicht Konkurrenz, denn es soll ein Anreiz zur gegenseitigen Hilfe untereinander geschaffen werden. Nach dem Motto: „Sag mal, wie hast Du das denn gemacht?“ – was gegenseitig funktioniert, da der eine Schüler hier besser bzw. weiter ist und umgekehrt.

 

2. Anleitungsebene: Beschreibung

Auf der Anleitungsebene werden existierende Inhalte und Räume über Anleitungen miteinander verknüpft. Anleitungen sind im Kern Lerninstruktionen und Anwendungsbeispiele für die jeweiligen Räume. Diese können ebenfalls durch die oben aufgezeigten Systeme realisiert werden. So ist es zum Beispiel bei Dropbox möglich, einfache Ordnerbeschreibungen zu erstellen.

 

3. Inhalte-Ebene: Lehrmaterialien

Die Inhalte-Ebene ist als das vorhandene analoge oder digitale Lehrmaterial des Lehrers bzw. der Bildungseinrichtung zu verstehen: dieses kann direkt eingebunden werden, da es bereits vorliegt – basierend auf dem jeweiligen Lehrplan.
Lehrmittel-Anbietern und bestehenden unabhängigen Lernplattformen sollte ein direkter Zugang gegeben werden, um Inhalte entsprechend einzuspeisen bzw. zur Verfügung zu stellen, da die meisten Lehrer hier bereits ihr Material beziehen.
Sofern keine eigenen Lernvideos vorhanden sind, ließe sich auch über Kooperationen mit bereits erfolgreichen Lernvideo-Portalen (z.B. LearnAttack des Duden) und YouTube-Lehrern nachdenken, um deren Videos mit einzubinden. Warum nicht eine werbefreie und kostenlose Streaming-Plattform für Lernvideos aufbauen, die von deutschen Schulen gemeinsam betrieben wird?! Dieses würde auch die Chancengleichheit besser wahren – siehe unten.
Weitere Ideen zur Erweiterung des Schul- und Bildungsbereiches finden sich auch in Teil 4, den wir kurzfristig veröffentlichen (wahrscheinlich ist dieser zum Zeitpunkt des Lesens bereits veröffentlicht – siehe Gesamtübersicht unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“.

 

4. Wissensebene: Fachwissen

Die Wissensebene definiert das Wissen in den Köpfen der Lehrer / Dozenten, das noch nicht in die Inhalte-Ebene eingebunden wurde. Dieses Wissen muss vor dem Hintergrund der hier aufgezeigten Struktur aufbereitet und eingebunden werden:

  • Texte
  • Videos
  • Checklisten
  • Formulare
  • Grafiken / Bilder

 

Ergänzend zu unserer oben beschriebenen „Blaupause“ haben wir die nachstehenden weiterführenden Ideen entwickelt.

 

Der gute alte neue Klassenraum

Die alt hergebrachte Art zu lernen darf natürlich nicht vergessen werden, will man ein ganzheitliches Lernen ermöglichen – zumal ein rein digitales Lernen nicht ausreichend ist. Für die Zukunft gilt es, physisch-digitale Hybrid-Lernsysteme (weiter) zu entwickeln. Bereits jetzt wäre es ein Leichtes für Schulen und Bildungseinrichtungen, die gewohnten Lerneinheiten / Workshops aus den physischen Klassenräumen LIVE zu übertragen (Streaming), um Lernende zu Hause am Unterricht problemlos teilhaben lassen zu können. Wer nicht live dabei sein kann, arbeitet die Aufzeichnung durch, die sich auch wunderbar zur Wiederauffrischung und zum digitalen Nachschlagen eignet. Auch die Chancengleichheit ließe sich hierdurch besser wahren – siehe hierzu auch unten „Chancengleichheit“.

Wichtig bleibt nach wie vor die Möglichkeit des sozialen Austausches, wie zum Beispiel das gute alte Pausentreffen auf dem Schulhof oder online via Social Meetings zwischen den Schülern. Letzteres wäre sogar überregional, länderübergreifend und international möglich – siehe hierzu auch die Idee von „Sprachtandem mit Muttersprachlern“ in unserem 2. Teil. Diese Idee ließe sich auch auf andere Fächer / Fachbereiche ausdehnen, um schon früh global miteinander zu lernen / arbeiten.

 

Lehrer 2.0

Ein Lehrer wird auf Basis der anzustrebenden idealen Lernplattform mehr zu einem Helfer für viele Kinder / Schüler statt nur einer Klasse. Er entwickelt eine persönliche Verbindung und fungiert mehr wie ein Mentor bzw. eine Vertrauensperson, um z.B. die persönliche Entwicklung zu begleiten und zu besprechen.

Viele tolle und engagierte Lehrer, die sich fantastisch mit digitalem Lernen auskennen und gleichzeitig die Kinder gesamtheitlich und individuell betreuen, gilt es zu identifizieren und als „Mavens“ (innovativer Experte) aufzubauen. Das Ziel ist, allen Lehrern in den „digitalen Sattel“ zu helfen. Somit könnte die vorhandene Kompetenz bereits zeitnah genutzt werden, um die gesamte Lehrerschaft auf ein gehobenes Niveau zu bringen. Und es macht mehr als Sinn, die Menschen zu engagieren, die bereits im Schuldienst sind.

Man braucht nach der Krise keine externen Berater, für die der Staat viel Geld ausgeben muss und die zwangsläufig an der Praxis vorbei arbeiten würden – außer sie stammen ebenfalls aus dem aktiven(!) Bildungsbetrieb. Deutlich sinnvoller ist, die aktuell selbst erlebten Erfahrungen bereits jetzt schon anzuwenden und hieraus die weiterührenden und zukünftigen Ausbildungsprogramme zu entwickeln. Hierbei muss der Fokus auf den aktuellen Erfahrungswerten bleiben und darf nicht zu theorie- und forschungslastig werden. Das würde diesen Prozess zu sehr in die Länge ziehen und mangels Praxisnähe auf zu geringe Akzeptanz stoßen und scheitern.

Eine hierüber hinaus gehende Idee ist, Lehrerinnen und Lehrern eine Art „Internet- & Digital Führerschein“ anzubieten. Dies würde ihnen den Druck nehmen, sich privat das benötigte Wissen aneignen zu müssen. Zudem gäbe es eine Transparenz bezüglich des aktuellen Fähigkeitsgrades jedes Lehrers. Dieser Führerschein sollte in einem gewissen Turnus (z.B. jährlich) erneuert bzw. erweitert werden.
Die Aufgaben für den Test zur Erlangung des Führerscheines sind zentral zu erstellen und gelten für die gesamte Lehrerschaft in Deutschland. Man könnte sogar einen EU-Führerschein einführen, der für alle Länder gilt bzw. in jedem Land erforderlich ist, um überhaupt weiter unterrichten zu dürfen. Die Prüfungen können online erfolgen.

 

Chancengleichheit

Schwierig wird es, wenn Schüler keine entsprechenden Geräte oder Internet zu Hause haben – bzw. keine ruhige Lernumgebung in ihrer Großfamilie. Hier würden wieder die Schwächsten benachteiligt werden. Der Staat müsste die entsprechenden Mittel zur Verfügung stellen, damit alle betroffenen Schüler zu Hause oder in entsprechenden Einrichtungen lernen können.

Alternativ oder ergänzend können Lernräume für digitales Lernen geschaffen werden. Angesiedelt werden können diese nachmittags in den Schulen oder in lokale Lernräume für Schüler aus der nächsten Umgebung. Diese gilt es auszustatten mit Internetzugang, Workstations für sozial schwache Familien und mit optionalen Betreuungsangeboten. Warum hier nicht eine der Allianz führender und innovativer IT Unternehmen schaffen, die eine breite Auswahl von Geräten, Software, Anwendungen und Plattformen in neuartigen „Learn-Hubs“ (Neudeutsch für Lernräume 😉 bereitstellen. Holt man die Industrie noch mit ins Boot, gibt es in Zukunft keinen Grund mehr sich über schlechten Nachwuchs zu beklagen. In der Übergangszeit oder gar dauerhaft, könnten Firmen auch ungenutzte Arbeitsplätze zur Verfügung stellen oder „Lernpatenschaften“ übernehmen.

 

Lernen lernen

Die aktuelle Situation bietet eine weitere Chance, die genutzt werden sollte. Im Rahmen neuer und innovativer Inhalte sollten auch neueste Erkenntnisse das Lernen zu Lernen mit einfließen.

Hierzu haben wir weitere hochinteressante Denkansätze entwickelt, die wir in einem extra Papier „Lernen Lernen“ aufbereitet haben, das auf Nachfrage zur Verfügung steht.

Der zentrale Bestandteil des Papiers ist das Gehirn in seinen wesentlichen Lernprozessen und wie diese maximal hervorgerufen und nachhaltig gestaltet werden.

Hierbei finden die relevanten neurobiologischen Basisfunktionen in ihrer optimalen Anwendung ebenso ihre Betrachtung, wie auch hochmoderne Verfahren.

Wir beschreiben einen heute möglichen „Idealzustand”, der über ein “neurobiologisches Lern-Maximum“ realisierbar ist. Hierbei werden dem Lernenden jedweder Altersgruppe und Sozialisation quasi „Optimal-Zustände“ zugänglich gemacht. Dieses geschieht neben psychologischen Verfahren, auch durch eine richtungsweisende Anwendung von Neurofeedback – bis hin zu gehirnaktiven Frequenzen.

Wir beschreiben ebenso die optimale Gestaltung von Lernmitteln aus einer gesunden Kombination von rudimentären Methoden und den heutigen bzw. zukünftigen medialen Möglichkeiten.

Die hierfür erforderliche Struktur ist als ein Minimum zu verstehen, ohne strukturell die Realisation von Lernen zu überfrachten. Es gilt auf Basis unserer gewonnenen Erkenntnisse die entsprechenden Lernumgebungen für die unterschiedlichen Zielgruppen (Kinder, Erwachsene, etc.) zu konstruieren und sozial-gesellschaftliche Faktoren zu berücksichtigen.

Geistige Bewegung – im Sinne von handlungsorientiert gestalteten Lernsituationen – ist eine weitere zentrale Komponente, die wir definiert haben. Diese beinhaltet die folgenden aufeinander abgestimmten Elemente innerhalb eines jeweils spezifisch definierten Rahmens: Geistige Aktivität auf Basis von Neugier, Lust und dem vorgegebenen Lern-Repertoire. Gefolgt von Ruhephasen, Verinnerlichung und Selbstreflexion.

Das auf Basis unserer Daten definierte Modell sorgt für einen Gleichklang bzw. Gleichtakt von aufeinanderfolgenden FLOW und REST / EASE Phasen: Dem elektrisierenden Lernzustand / Umsetzungs-Flow-Zustand (rekursiv) und den entspannten „Ausruh-Phasen“. Diese sind eingebettet in das jeweils übergeordnete Zeitkonstrukt: z.B. ein Tagesablauf, basierend auf einem Monats- bzw. Wochenplan und im Detail ein Stundenplan mit zeitunabhängigen Blöcken.

Der „Lehrer“ ist für uns mehr jemand, der dafür verantwortlich ist, das Modell umzusetzen und einzuhalten – wie eine Art (Rollen-)Spielleiter.

Als weitere Punkte finden Betrachtung:

  • Der erforderliche Freiraum für das Denken und Gedanken.
  • Ein Nährboden aus gut aufbereitetem Lernstoff, eingebundene Lehrer- und Elternschaft und ein breites gesellschaftliches Verständnis – z.B. darüber, dass falsche Lernumgebungen und falsche Lernstile krank machen.
  • Klar umrissene Lerninhalte – auch durch gemeinsames Planen von Lehrern und Schülern (= höherer Akzeptanz).
  • Planen der richtigen Lernumgebung auf Basis aller in unserem Konzept definierten Komponenten bzw. aller gegenwärtig verfügbaren Mittel und Erkenntnisse.

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Welche Aufgaben können deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen in der Krise außerhalb ihrer Kerntätigkeit übernehmen“.

In diesem Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Welche Maßnahmen können deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen ergreifen, um kurzfristig den Bildungsbetrieb aufrechtzuerhalten“.

 

Zunächst einmal ist die in unserem 1. Teil beschriebene aktuelle Situation eine gute Ausgangsbasis – denn Not macht bekanntermaßen erfinderisch. Es gilt das Prinzip: es ist besser etwas zu tun, als gar nichts zu tun, auch wenn man ggf. über das Ziel hinaus schießt. Zum Beispiel das unkoordinierte „Überfluten“ mit Aufgaben an Schüler durch einzelne Lehrer – ohne Absprache untereinander.

Nach dieser ersten Phase der Krise gilt es nun, die weiterführenden Möglichkeiten zu bündeln und zu strukturieren. Hierfür braucht es eine „Blaupause“, ähnlich unserem Lösungsansatz, den wir hier im weiteren Verlauf beschreiben. Die Besonderheit und Qualität unserer Lösung liegt darin, dass diese auf ein zukünftiges Optimum des digitalen Lernens – über die Krise hinaus – ausgerichtet ist und keine politische Agenda verfolgt.

Grundsätzlich können alle Beteiligten wie bisher in der Krise weiter arbeiten. Parallel gilt es jedoch entweder unseren oder einen anderen weitsichtigen Lösungsansatz auf den Weg der Umsetzung zu bringen, der als Basis es eine geeignete Lernplattform definiert!

 

Lernplattform als Basis

Es gilt eine bestehende digitale Lernplattform zu nutzen, die nachstehend beschriebene Kriterien erfüllt – oder auf kurze Sicht dahingehend ausgebaut werden kann. Im Zentrum stehen digitale Klassenräume als gemeinsamer, zentraler „Speicherort“ für Lernmaterial und als Ausgangspunkt für Videokonferenzen. Der bisherige Klassenverband sollte in autarke Lerngruppen unterteilt werden, die sich gegenseitig unterstützen (Größe ca. 5 Schüler). Diese können auch einfacher von Lehrern und Dozenten betreut werden. Generell geht es darum, den Regelbetrieb aufrecht zu erhalten und Strukturen im Tagesablauf nicht aufzuweichen. Hierfür sollten von Pädagogen die optimalen Maßnahmen erarbeitet werden, damit der Impakt der Krise nicht noch größer wird.

 

Lehrer kontrollieren über ein Regelsystem, ob und wie die Schüler gearbeitet haben:

  • Eine Art wohlgemeintes Kontrollsystem, damit kein Schüler „hinten runterfällt“.
  • Dies ist nötig, da viele Schüler beziehungsweise Lernende nicht immer in der Lage sind, alleine zu lernen und sich nicht alleine auf eine Aufgabe fokussieren können.
  • Hier ist es nötig, dass ein Lehrer / Dozent einschreiten kann, wenn das System ihm ein entsprechendes Feedback liefert.

 

Die in der jetzigen Phase benötigten Plattformen müssen die folgenden Bereiche abdecken (siehe 3. Teil):

  1. Einzelne videogestützte Lerneinheiten
  2. Video Calls in der Gruppe
  3. Gruppenlernchats
  4. Schülerinnen und Schüler per Telefon individuell kontaktieren: Telekommunikation mit Dozenten über relevante Medien für einen zugesicherten Zeitraum x Minuten pro Woche
  5. Zugang über gesammelte Hyperlinks zu Archiven von Software und Lernmitteln, die für zu absolvierende Lerneinheiten wichtig sein könnten (ggf. über den Lernplan hinaus)
  6. Weitreichende Schulungen für Schüler und Teilnehmer in Medienkompetenz
  7. Freizeitchats
  8. Social Digital Meetings zum Austausch zwischen den Schülern (im Klassenverbund).
  9. Sportangebote machen

 

Schüler unterrichten Schüler

Ältere Schüler können jüngere Schüler – nach Vorgaben von Lehrern – unterrichten und dabei selber wachsen. Dies wäre auch international möglich und wäre besonders gut geeignet für Sprachen – zum Beispiel als Sprachtandem mit Muttersprachlern.

 

Der Mensch im Zentrum

Es ist primär von großer Wichtigkeit den Zusammenhalt von Lehrern / Dozenten und Schülern ins Zentrum zu stellen. Wir Menschen brauchen ehrliche Kontakte, bestenfalls physisch. Ist dies nicht möglich, so muss ein möglichst optimales, plattformbasiertes „virtuelles Abbild“ geschaffen werden. Hier gilt es auf die Unterstützung der Eltern und Angehörigen zu hoffen, da diese nicht als selbstverständlich vorausgesetzt werden kann.

 

Sich zusammenschließen

Das Zusammenschließen im Verbund von Schulen / Einrichtungen – gegebenenfalls auch städteweise – sollte ermöglicht und gefördert werden. Nicht jede Schule darf „ihr eigenes Süppchen kochen“ und muss von vorhandenen Kompetenzen und Strukturen profitieren.

Darüber hinaus sollten die Verantwortlichen auch bei den Plattformanbietern anfragen, ob eine kurzfristige Schulung des Lehrpersonals  erfolgen kann, um entsprechende Anwendungen optimal nutzen zu können. Anbieter könnten von sich aus auch freie Lizenzen übergangsweise zur Verfügung stellen. Hier ließe sich ein interessantes Gesamtpaket schnüren: Zeitnah eine Plattform aufbauen und den Lehrern eine Starthilfe geben.

Ebenso könnten seröse Nachhilfeanbieter  einbezogen werden.

Jetzt gilt: Wissen teilen und verfügbar machen!

 

Umsetzung

Derartige Plattformen müssten schnellstmöglich aufgesetzt werden, sofern hiermit noch nicht begonnen wurde, um den Lehrbetrieb aufrecht zu erhalten. Es darf nicht bei Aufgabenverteilung via E-Mail und damit einhergehender Strukturlosigkeit bleiben! Die Einführung kann in Wellen erfolgen. Dies dient dem besseren Verständnis der Betroffenen, damit die Schüler und Eltern nicht von einer einmaligen Informationsflut überrollt werden.

 

Ausblick: Lehrer europaweit „fit machen“

Vielleicht könnte man innerhalb eines halben Jahres die gesamte deutsche – oder gar europäische Lehrerschaft „fit“ in diesem Sinne bekommen. Es gibt bereits massenweise sinnvolle und in der Bedienung leicht zu erlernende Anwendungen / Plattformen, die entsprechend dokumentiert und erprobt sind. Wenn jeder Lehrer in einem halben Jahr mit den vier Kernelementen Kommunikation, Webinare, Informationsgenerierung und Informationsverteilung vertraut gemacht wird, wäre dies ein sehr großer Schritt, den „Tanker Schule“ in die richtige Richtung zu navigieren – dies würde auch eine große mentale Last von den Lehrern nehmen.

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Optimale Werkzeuge, Konzepte und Strukturen, welche die Schulen und Bildungseinrichtungen in Deutschland aufbauen können, die auch über die Krise hinaus zukunftsträchtig sind“.

In diesem Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Welche Maßnahmen können deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen ergreifen, um kurzfristig den Bildungsbetrieb aufrechtzuerhalten“.

 

Im internationalen Vergleich ist Deutschland in der digitalen Bildung flächendeckend nicht optimal aufgestellt – wenn auch der Wille hierfür durchaus gegeben ist. Nun bringt die Krise eine erzwungene Dynamik in das Thema eLearning. Je weitsichtiger man nun aus dieser Situation heraus handelt, desto eher lässt sich diese Krise auch als Chance nutzen, um in Zukunft deutlich besser aufgestellt zu sein.

Jede Bildungseinrichtung und jeder Lehrer improvisiert so gut es geht – im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Werkzeuge (Tools), die zur Verfügung stehen. Schulen und Einrichtungen, die bereits vor der Krise eine bestehende eLearning-Lösung (LMS-System) hatten, nutzen diese so konsequent wie möglich.

Insgesamt wird vielleicht nicht immer didaktisch sauber oder hochwertig gearbeitet – was man in der Kürze der Zeit nicht erwarten kann – doch es wird gearbeitet!

 

Schulleitung und Lehrer

In weiten Teilen gibt es eine Überforderung für Schulleitungen und Lehrer, da sie ihren „Lehrauftrag“ über ein digitales Zwischenmedium einerseits – und Eltern als Vermittler anderseits – umsetzten müssen. Ein zentrales Organ, welches die optimale Strategie entwickelt und verfügbar macht, fehlt.

Auf der einen Seite sind viele Lehrerinnen und Lehrer sehr gut auf das momentane digitale Homeschooling vorbereitet. Es wird problemlos mit digitalen Klassenräumen oder mit Videoanrufen gearbeitet. Auf der anderen Seite gibt es viele Lehrer, die mit der plötzlich eingetretenen Krisensituation komplett überfordert sind. Dieses hat nichts mit dem Alter zu tun. Vielmehr ist die persönliche Bereitschaft ausschlaggebend, inwiefern die Nutzung digitaler Lehr- und Lernmethoden in der kritischen Phase angewendet werden kann.

 

Eltern und Kinder

Eltern und Kinder sind zum Teil überfordert mit der Informationsflut, welche Lehrer ihnen mit besten Absichten bescheren. Diese resultiert zumeist auch daraus, dass Lehrer sich nicht untereinander abstimmen oder nicht abstimmen können. Digitales Lernen ist gegenwärtig noch keine Selbstverständlichkeit. Von Vorteil ist, dass Kinder (Schüler) grundsätzlich neugierig sind und zumeist spielerisch an die Sache heran gehen.

Für Eltern ist die Schule auch immer eine Form der Kinderbetreuung, die in ambitionierten Elternhäusern nun organisiert werden muss. Hierbei entsteht ein hoher Mehraufwand für Eltern und, sofern möglich, Angehörige: generelle Betreuung, Mittagessen und Hilfe beim Schulstoff und den Hausaufgaben. Somit werden Eltern zum Ersatzlehrer, Assistent und Kontrolleur des Lernfortschritts. Damit der Sport nicht zu kurz kommt, müssen Eltern auch hierauf ein Auge haben.

In einigen Familien gibt es – trotz der Mehrbelastung – auch sehr positive Effekte. Es wird wieder mehr miteinander geredet und mehr Zeit miteinander verbracht. Bei anderen Familien dominieren negative Folgen, da sich einige Eltern nicht wirklich für ihre Kinder interessieren und somit auch keine Zeit in ein vernünftiges Bildungs- und Beschäftigungsangebot für die EIGENEN Kinder investieren (können).

Eltern selbst sind natürlich auch mit ihren persönlichen Themen und Ängsten konfrontiert: Corona Virus, Job und Existenz. In Extremfällen führt dieses – in Verbindung mit der aktuell eingeschränkten Bewegungsfreiheit – leider auch zu Fällen häuslicher Gewalt. Oft wird in diesen Familien auch nicht die zuvor beschriebene Lernumgebung geschaffen und oft ist die erforderliche technische Basis auch nicht gegeben. Es gibt immernoch Haushalte, in denen Internet, Computer, Tablets oder Smartphones nicht oder nur sehr eingeschränkt für alle Familienmitglieder vorhanden sind.

 

Grundschulen

Die Klassenräume und Lehrer in Grundschulen sind teilweise sehr gut mit digitalen Lernmedien und Hardware ausgestattet. Diese zumeist ortsgebundenen Infrastruktur nutzt dem einzelnen Schüler zu Hause natürlich wenig.

Spezielle Software für Schüler höherer Klassen sorgt für ein gruppenorientiertes, dynamisches Erarbeiten von Lerninhalten und den Aufbau von hochstehenden menschlichen Gruppenwerten. Im Rahmen der Pandemie kann auch hier nicht von heute auf morgen auf ein digitales Klassenzimmer mit allen Beteiligten, zum Beispiel via Chat, mit allen Erfordernissen umgestellt werden.

 

Bildungsträger

Für Bildungsträger gilt, dass die Ausrüstung mit Lernsystemen eher durchschnittlich ist und das Personal oft nur holprig mit der Hardware und Software umzugehen weiß. Lerneinheiten als Videos oder gar simultan im Chat kann man an einer Hand abzählen. Bisher wurden Online-Bildungsträger eher als Wettbewerber betrachtet. Diese wiederum sind derzeit klar im Vorteil in Bezug auf ihre Infrastruktur – nicht aber unbedingt auf die gegenwärtig benötigten Inhalte. Eine erste Idee (1) hierzu: Partnerschaften von klassischen und online Bildungsanbietern haben großes Zukunftspotential.

 

Universitäten

An den Universitäten sieht es besser aus. Dort wird schon länger mit digitalem Lernen experimentiert und gearbeitet. Erste Universitäten streamen bereits „live aus dem Hörsaal“.

 

ESSENZ

Die ideale Art zu lernen ist gegenwärtig weder konventionell noch digital gegeben. Die Motivation zu lernen läuft Gefahr, (weiter) zu sinken. Daran ändert auch eine verbesserte Struktur des digitalen Lernens nicht viel. Zu stark ist  die Vorstellung verbreitet, der digitale Unterricht müsse genauso aussehen beziehungsweise strukturiert sein wie in der Schule.

Hinzu kommt, dass digitales Lernen noch nicht für alle Schüler gleichermaßen geeignet ist, sondern erst ab einem bestimmen Alter. Nicht dass Kleinkinder dieses nicht könnten. Doch digitale Medien im Übermaß stehen nicht wirklich im Einklang mit einer guten und gehirngerechten kognitiven Gesamtentwicklung. Und was ist mit unseren Mitmenschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen?

Am Ende des Tages ist Schule auch der Raum für ein soziales Miteinander. Das Erlernen und Ausbauen von Respekt anderen und sich selbst gegenüber, sind fundamental wichtig für ein erfolgreiches Beschulen. Dies scheint über die Entfernung und durch digitale Kommunikationswege derzeit erschwert. Hier können Online-Gruppen und Einzelgespräche helfen, Schadensbegrenzung zu betreiben. Vielen Schulen und Lehrer praktizieren diese bereits vorbildlich.

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Welche Maßnahmen können deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen ergreifen, um kurzfristig den Bildungsbetrieb aufrechtzuerhalten“ – sprich, erste innovativen Ideen, um die aktuelle Situation konstruktiv und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.